Menü

Mehr Aufmerksamkeit schenken

Das Projekt

Schwerpunkte im Teilprojekt COPD

In der Schweiz sind schätzungsweise 400'000 Menschen von COPD betroffen, wobei geschätzt wird, dass lediglich ein Viertel bis ein Drittel der Patienten diagnostiziert werden. COPD ist historisch weltweit nicht die Aufmerksamkeit geschenkt worden, die der Bedeutung der Krankheit angemessen wäre. Trotz wesentlichen Verbesserungen in den letzten Jahren herrscht breiter Konsens, dass weitere Anstrengungen nötig sind, um eine optimale Betreuung der Patienten zu gewährleisten. Basierend auf einer Best-Practice-Analyse wurden im Rahmen des QualiCCare-Projekts folgende Schwerpunkte identifiziert:

  • Diagnostik
  • Raucherentwöhnung
  • Grippeschutz
  • Selbstmanagement und pulmonale Rehabilitation

Begleitforschung COPD

Um zur Implementierung der verschiedenen Massnahmen Erfahrungen zu sammeln, wurde im Kanton Zürich unter der Projektleitung der Gesundheitsdirektion und in Zusammenarbeit mit Leistungserbringern und Kostenträgern ein Pilotprojekt initiiert. Parallel dazu führt das Institut für Hausarztmedizin der Universität Zürich (IHAMZ) eine COPD-Begleitforschung durch, bei welcher der Einfluss der verschiedenen COPD-Massnahmen auf die Versorgung gemessen wird. Ziel beider parallel laufender Projekte ist darzulegen, welche Erkenntnisse und Massnahmen sich in allgemeiner Form für die Behandlung chronisch Kranker ableiten lassen.

Massnahmenschwerpunkte für chronische Krankheiten

Die Analyse internationaler Richtlinien hat gezeigt, welche essenziellen Elemente bei der Versorgung von Menschen mit COPD in der Schweiz gegenüber den „Best-Practice“-Beispielen aus dem Ausland, Verbesserungspotenzial beinhalten.

Um die Behandlungsqualität bei chronischen Krankheiten, speziell bei COPD und Diabetes mellitus Typ 2, zu verbessern wurden die folgenden Massnahmenschwerpunkte identifiziert:

  • Eine evidenzbasierte Früherkennung, verbunden mit einer verbesserten Diagnoserate und -qualität
  • Aktuelle, praxisrelevante und evidenzbasierte Behandlungsstandards für die Grundversorgung in Form von „Praxisempfehlungen“, die in Zusammenarbeit zwischen Grundversorgern, Spezialisten und anderen beteiligten Fachpersonen erarbeitet werden
  • Die Sicherstellung der Verankerung essenzieller Behandlungselemente im klinischen Alltag durch entsprechende Berücksichtigung in der Aus-, Weiter- und Fortbildung der Fachpersonen
  • Die Patientenbefähigung durch Stärkung der Selbstmanagementfähigkeiten (und somit der Gesundheitskompetenz und Selbstverantwortung der Betroffenen)
  • Die Verfügbarkeit von „Tools“  für den Praxis- und den Patientenalltag
  • Die Förderung der interdisziplinären und interprofessionellen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen

 

Ergebnisse

Ergebnisse der Analysephase

Die Experten haben in fünf Schritten mögliche Handlungsfelder für eine weitere Verbesserung der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COPD in der Schweiz identifiziert und anschliessend Massnahmen zu jenen Schwerpunkten herausgearbeitet, bei denen gegenüber internationalen Studienergebnissen Verbesserungspotential besteht.

nach oben