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Grippeimpfung bei Patienten mit NCD

Gemeinsam gegen die Grippe

Qualiccare hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Grippeschutzimpfung bei COPD-Betroffenen und Ihren Angehörigen aktiv zu fördern. Die Grippe wird leider oft verharmlost. Dabei kann sie, insbesondere bei Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung zu sehr schweren Komplikationen führen. Aber auch bei ansonsten gesunden Menschen kann eine Grippe einen schweren Verlauf nehmen. Unsere Mitglieder setzen daher aktiv auf Sensibilisierungsaktionen und arbeiten eng mit dem Bundesamt für Gesundheit zusammen. Zahlreiche weiterführende Informationen zur Grippeimpfung sowie den praktischen Grippeimpf-Check finden Sie auf der Website des BAG.

Am 4. September 2018 fand das Symposium "Grippeviren, Grippeprävention - Eine Herausforderung" statt. Die Präsentationen zum Symposium sind auf der Webseite von Public Health Schweiz.

Das Projekt: Einfluss gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen & Aktivitäten auf Grippeimpfrate bei Patientinnen und Patienten mit NCD in der Schweiz

Kurzbeschrieb

Das Projekt will einen möglichen Einfluss der rechtlichen Rahmenbedingungen und kantonalen Aktivitäten zur Grippeimpfung auf die Grippeimpfrate bei Personen 60-85 Jahre mit nicht-übertragbaren, chronischen Krankheiten (NCD) untersuchen. Die Daten werden einerseits auf kantonaler und andererseits auf Bevölkerungsebene, gesammelt. Die kantonalen Behörden werden mittels strukturiertem Fragebogen über die bei ihnen geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen und die kantonalen Aktivitäten zur Grippeimpfung bei Personen mit NCDs befragt. Der Kanton Aargau wird als Referenzkanton festgelegt, da dies der einzige gross Kanton ist, in dem Apotheker noch nicht impfen dürfen. Die vier anderen Kantone werden aufgrund der Rückmeldungen auf den Fragebogen ausgewählt, so dass es je einen Kanton aus der Deutschschweiz und einem aus der Romandie mit hoher und niedriger Aktivitätsrate hat. Für die Erhebung auf Bevölkerungsebene versenden die beiden Krankenversicherungen 25'000 Briefe mit Fragebögen an zufällig ausgewählte Versicherte in den fünf Kantonen. Die freiwillige Befragung erhebt anonym demographische Angaben, Grippeimpfstatus und die Einstellung zur Grippeimpfung. Der Einfluss der Patientencharakteristika, Sprachregionen sowie kantonaler Rahmenbedingungen und Impfaktivitäten soll analysiert werden.

Die Ergebnisse dieses Pilotprojekts können Möglichkeiten aufzeigen, die Grippeimpfrate zu erhöhen, welche auch mögliche Erkenntnisse im Hinblick einer zukünftigen Covid-19 Impfung und deren Akzeptanz bringen können.

Das Projekt ist zweiteilig und wird gemeinsam mit dem Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (EBPI) der Universität Zürich durchgeführt. Beide Teilprojekte werden separat publiziert. Das zweite Teilprojekt wird im Rahmen einer Masterarbeit zum MPH der Universitäten Zürich, Bern und Basel durchgeführt und publiziert.

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